mein becher für berlin

Mia Schreiber

Mia engagiert sich begeistert in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit …

Max Schreiber

… und Max natürlich auch, zumindest ab morgen, denn heute hat er leider keine Zeit!

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Vom inneren Schweinehund oder: Belohnung und Nachhaltigkeit

Belohnt euch, gönnt euch etwas – denn Belohnungen können hilfreich sein, Veränderungen herbeizuführen und damit tatsächlich Nachhaltigkeit zu stärken. Eine Betrachtung zum Thema Abschied von geliebten Gewohnheiten

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Vom inneren Schweinehund

Man könnte sagen: Veränderungen sind nicht so meine Sache. Nehmen wir beispielsweise meine Sneakers: Ich verabschiede sie immer erst, wenn ein Schuhmacher – oh ja, diesen Berufszweig gibt es noch – die Lebenszeit meiner Treter offiziell für abgelaufen erklärt hat.

Beim Italiener bestelle ich fast immer die  gleiche Pizza. Ja, ich schätze meine Gewohnheiten. Beruflich beständig vor neue Herausforderungen gestellt, ist es – zumindest in meinen Augen – manchmal bequem, im Privatleben den inneren Schweinehund zum besten Freund zu machen. Deshalb nervt mich meine Frau vermutlich auch gerade so.

Das neue Zauberwort: Nachhaltige Veränderung

Denn sie will Veränderung. Nicht nur eine, sondern viele. Sehr viele. Veränderungen, die in unseren Alltag eingreifen. Nachhaltige Veränderung ist ihr neues Zauberwort. Wir sind in Sachen Umwelt, wie ich finde, als Familie nicht schlecht aufgestellt, aber anscheinend reichen viel Fahrradfahren, Nutzen der Umweltkarte, Mülltrennung und der Einkauf von Bio-Waren nicht mehr aus.

Ein Problem: Gewohnheiten loszuwerden

Obwohl – ich teile die Haltung meiner Frau: Wir haben Potenzial, besser zu werden, aber dass wir dabei gleich eine meiner liebsten Gewohnheiten anpacken müssen, das nervt. Von nun an beständig einen Bambusbecher mit mir herumzuschleppen und die Bequemlichkeit aufzugeben, den leeren Pappbecher in den nächsten Eimer zu versenken – kann man das als umfangreiche Verhaltensänderung bezeichnen?

Wenn ja, stehen meine Chancen schlecht, denn heißgeliebte Gewohnheiten dauerhaft loszuwerden, ist nachgewiesenermaßen ein Problem. Ganz gleich, ob es sich um Sportabstinenz, Ernährungssünden, Rauchergelüste oder – wie bei mir – um  Coffee-to-go und das mit verbundene Lebensgefühl handelt.

Die Lösung: kleine Schritte und Belohnungen

Tatsächlich ist es meiner Frau gelungen, mich weichzukochen. Letzthin, auf dem Biohoffest am Potsdamer Platz, habe ich mich am Stand der BIO COMPANY, angetan vom schönen Wetter, dem Großstadtfeeling und der entspannten Wochenendstimmung, hinreißen lassen: Denn meine Frau meinte, bei großen Zielen sei es wichtig, sie in kleinen Schritten erreichen zu wollen.

UND SICH ZU BELOHNEN. Nach JEDEM dieser Schritte.  Das habe ich mir nicht zweimal sagen lassen, ich habe den Becher gekauft. Jetzt steht er hier herum, aber an dem Abend habe ich, fernab aller Kompromisse, den Film ausgesucht – Belohnung muss sein.

Helft mir und belohnt mich

Neue Gewohnheiten entstehen wesentlich schneller als alte verschwinden, das ist wissenschaftlich bewiesen. Also frage ich mich, warum Bio-Hersteller nicht auf dieser Erkenntnis ihre Marketing-Kampagnen aufbauen? Auf der BELOHNUNG! Belohnt Kunden wie mich, damit wir endlich den inneren Schweinehund loswerden, denn dann gehören wir zur treuesten Stammkundschaft überhaupt. Lockt uns, kauft uns, bestecht uns. Schenkt uns Croissants zum Kaffee, Kekse tun’s auch oder wenigstens ein Täfelchen Schokolade …

Lasst mich wenigsten mit den Stadtbäumen angeben

Okay, das ist jetzt viel gefordert, ich gebe es zu. Aber dann pflanzt endlich die neuen Stadtbäume, die bisher durch diese bunten Bambus-Becher finanziert wurden. Dann können wir wenigstens vor unseren Kindern angeben, wir hätten nicht nur einen Baum gepflanzt, sondern gleich ganz viele.

Das könnte als Belohnung auch ganz gut funktionieren.

Da bin ich sicher.

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