mein becher für berlin

Mia Schreiber

Mia engagiert sich begeistert in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit …

Max Schreiber

… und Max natürlich auch, zumindest ab morgen, denn heute hat er leider keine Zeit!

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Mein Becher für Berlin pflanzt zehn Bäume

Grüner Nachwuchs in der Stadt

In den Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf, Steglitz-Zehlendorf, Spandau und Reinickendorf wachsen nun erste sichtbare Zeichen des gemeinsamen Engagements. Zehn Bäume konnten nach nur drei Monaten durch „Mein Becher für Berlin“ und der Stadtbaumkampagne gepflanzt werden.

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Ein weltberühmter Becher?

„Mama, ist dein Becher weltberühmt?“ Die Frage unseres Sohnemannes überrascht mich, und ich weiß erst einmal nicht, auf welchen Aspekt der Frage ich zuerst eingehen soll. „Also, es ist nicht mein Becher“, entgegne ich, „denn ganz viele Menschen sind daran beteiligt, ihn zu verkaufen.“
„Ja, aber er ist doch weltberühmt, oder?“

„In Berlin und in der Umgebung kennen ihn sicherlich viele Leute. Die meisten haben ihn gekauft,  weil sie die Umwelt schützen wollen“, erkläre ich und erläutere kindgerecht die Möglichkeiten, Müll zu sparen und Ressourcen zu schonen. Als ich erwähne, dass am darauffolgenden Tag die ersten Bäume gepflanzt werden, ist Sohnemann Feuer und Flamme. Doch die Enttäuschung folgt auf dem Fuß, als er begreift, dass er zu diesem Zeitpunkt zur Schule gehen und sein Papa arbeiten muss.

Zehn Bäume für Berlin – erste sichtbare Zeichen des Engagements für Berlin

Als ich nächsten Morgen zur Wilmersdorfer Straße 69 fahre und den kleinen Spitzahorn sehe, erscheint er mir regelrecht ausgesetzt. Er kommt mir so schmal vor, die Autos scheinen viel zu dicht zu parken, das Wetter ist unnachgiebig nasskalt – mit einem Mal verstehe ich nicht nur, ich sehe es selbst, warum dieser grüne Nachwuchs mindestens drei Jahre Pflege braucht.

Eine Presseveranstaltung folgt, bei der die Kooperationspartner S-Bahn Berlin, Bio Company und Marktzeit Berlin einen Spendenscheck in Höhe von 5.000 Euro an die Stadtbaumkampagne überreichen. Mit dieser Summe wird die Pflanzung von neun weiteren Bäumen in den Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf, Steglitz-Zehlendorf, Spandau und Reinickendorf in die Tat umgesetzt. 5.000 Euro, die innerhalb von drei Monaten zusammengekommen sind, setzen ein grünes Zeichen des Engagements. Sichtbar. Greifbar. Und 2.500 Berlinerinnen und Berliner, vielleicht auch Brandenburgerinnen und Brandenburger oder Touristen aus aller Welt, haben daran mitgewirkt.

So schmal der Baum bisher auch sein mag, er ist ein Gemeinschaftswerk.

Weitere Baumpflanzungen im Frühjahr 2017

Hochmotiviert fahre ich nach Hause. Denn wenn weiterhin viele Becher verkauft werden, können im Frühjahr 2017 Bäume in den Bezirken  Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Pankow und Treptow-Köpenick folgen. Irgendwann – ich sehe den Stadtplan vor mir – wird in ganz Berlin grüner Nachwuchs stehen, an dem jeweils ein kleines gelbes Schild befestigt sein wird, das darauf hinweist, dass diese Pflanzung durch „Mein Becher für Berlin“ ermöglicht wurde. Tatsächlich finde ich es schade, dass meine beiden Männer den Moment verpasst haben, und so zeige ich ihnen am Nachmittag die Fotos.

Das Kind zum Gärtner machen: Baumpflanz-Experimente auf dem Balkon

„Wo ist eigentlich mein Baum, Mama?“ Wieder bin ich irritiert, welchen Baum meint dieses Kind? Habe ich etwas verpasst? „Na, meine Eiche, du weißt schon, die ich in den Blumentopf gepflanzt habe.“ Ah, er meint dieses kleine Experiment, das auf unserem Balkon läuft. Ein Experiment, das seinen Anfang nahm, weit bevor es das Thema Mehrwegbecher und damit verbundene Baumpflanzungen in unserer Familie gab. Nur wenige Meter entfernt von uns reckt sich tatsächlich ein rund zehn Zentimeter hoher Trieb in die Höhe. „Kann ich den auch mal irgendwo einpflanzen? Dann könnte ich mir ein Baumhaus in meine Eiche bauen.“

Ich wiege den Kopf und hoffe inständig, dass er sie nicht vor unserem Haus am Straßenrand einbuddeln will. „Ja, wenn deine Eiche weiter so wächst, werden wir schon einen Platz finden. Aber du müsstest dich gedulden, bis dein Baum stark genug wäre, ein Baumhaus tragen zu können. Wollen wir mal deine Tante fragen, ob wir irgendwann in ihrem Garten eine Eiche pflanzen können?“ Sohnemann nickt zufrieden, und ich denke, dass wir das hinbekommen könnten. Denn inzwischen kenne ich genug Menschen, die ich fragen kann, was zu beachten ist, wen man selbst einen Baum pflanzt. Das wird kein Straßenbaum, aber schöner wird Berlin sicherlich auch durch unsere zukünftige Garteneiche. Manchmal lohnt es sich, das Kind zum Gärtner zu machen …

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